Jakobus

Diebstahl auf dem Camino

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Es ist traurig, aber leider nur zu wahr! Auch auf dem Camino gibt es Kriminalität wie überall und zu allen Zeiten!      :-(
Wo viele Menschen sind, sind auch die Ganoven nicht weit.
Es wird nur sehr selten berichtet, daß Frauen sexuell belästigt oder gar angegriffen werden. Sie haben offenbar die gewisse ‚Aura’ als Pilgerinnen.
Es kommt aber gelegentlich zu Diebstählen unterwegs und selbst in den Herbergen. Die Pilger sind für die Kleinkriminellen ideale Opfer: Sie sind in ihrer Euphorie allzu vertrauensselig bis leichtsinnig gegen jedermann und vergessen oder verdrängen das gesunde Mißtrauen.
Lassen Sie niemals ihren Rucksack unbewacht vor der Bar stehen, auch wenn Sie nur mal schnell auf die Toilette gehen! Wenn sie zurückkommen, ist der Dieb mit Ihrem Rucksack meist schon über alle Berge.
In Outdoor-Läden und Schlüsseldiensten gibt es Zahlenschlösser, bei denen man die Zahlenkombination (z.B. Ihr Geburtstag) selbst einstellen kann in Kombination mit hoch­flexiblen Stahlseilen. Damit kann man sein Gepäck bei einer Rast oder in der Herberge an einen festen Gegen­stand anschließen und so gegen den schnellen Diebstahl schützen.
Beispiele  hier  oder  hier  .
Diese Schlösser können sie auch in Ihrem Alltag gut gebrauchen.
Fahrradfahrer sollten besonders vorsichtig sein: Mit ihrem meist hochwertigen Fahrrad und den gefüllten Packtaschen stellen Sie dem Dieb sogar das Flucht- und Trans­port­fahr­zeug bereit!
Man muß auch feststellen, daß Pilger neben Bargeld, Schecks, Geldkarten und Kreditkarten viele für Diebe attraktive Dinge bei sich haben:
Mobiltelefon samt Ladegerät, einen teuren Fotoapparat, einen meist recht teuren Rucksack, einen ebenso meist teuren Schlafsack, teure Funktionsbekleidung, hochwertige Schuhe usw. Alles Dinge, die man gut verscher­beln kann.
Ich habe sogar gehört, daß Ganoven sich als Pilger verklei­den und unterwegs und in den Herbergen unter die Pilger mischen, um sie zu bestehlen. Ich habe aber auch gehört, das die Guardia Civil sich eben­falls als Pilger verkleidet und unter die Pilger mischt, um die Ga­noven zu fangen.
Hin und wieder sieht man unterwegs Steckbriefe von solchen Ga­noven.

!! Vorsicht beim Geldkartengebrauch (VISA, Master- und Eurocard) in ganz Spanien  !!
Im Hotel- und Gaststättengewerbe ist eine Mafia aktiv, die Daten von Geldkarten kopiert und umgehend neue Karten anfertigt, mit denen die Konten abgeräumt werden. Auch Falschgeld ist in Spanien und Portugal ein Problem. Die Fälschungen sind sehr gut gemacht, und nur mit einem Prüfgerät zu erkennen.

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