Jakobus

Mißbrauch der Herbergen

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Thekla Schrange und Aloys Schäfer schreiben dazu:
(Das sind die beiden, die die riesige deutsche Pilgerseite „Ultreia” betreiben.)

Am 21.11.1999 wurde von der Erzbruderschaft in Santiago de Compostela „Archiofradía del Apostól Santiago”, ein Weltkongress aller Sankt Jakobus Bruderschaften einberufen. Es wurde unter anderem beschlossen, mit der Ausgabe der Pilgerpässe restriktiv (einschränkend) vorzugehen, sodaß der Camino und die Refugien nicht durch Sportler, Touristen, Schnorrer und Wege­lagerer gefüllt werden, und den wirklichen Pilgern den verdienten Platz wegnehmen (wir haben es selber 1994 und 1999 miterleben müssen, wie Autotouristen uns das letzte Bett weg­geschnappt haben). Der suchende, spirituelle unterwegs seiende Pilger hat die absolute Priorität. Man kann nur hoffen das dieser Beschluss, der teilweise schon durchgeführt wird, auch wirklich in allen Orten entlang des Caminos umgesetzt wird, sodaß die Refugien wieder von Pilgern und nicht von Freizeit­touris­ten belegt werden.
Die Refugien erfreuen sich nicht nur bei den Pilgern einer großen Beliebtheit. Auch motorisierte Zeit­genossen suchen immer mehr diese Häuser auf, und nehmen uns den Platz weg. Wenn man Sie daraufhin anspricht, bekommt man nur zu hören, wenn die hier so blöd sind und das nicht kontrollieren sind Sie es selber Schuld. Hier muß schnellstens eine generelle Regelung getroffen werden das in die Refugien nur Fuß - Radpilger sowie Pilger mit Pferd oder Esel herein kommen. Ganz vereinzelt wird ja schon kontrolliert, so haben unsere Radfreunde einige Male bis 20:00 Uhr warten müssen, ob noch Fußpilger kommen, erst dann durften Sie sich dort niederlassen. Aber das sind absolute Ausnahmen, man findet heutzutage fast täglich Autofahrer in den Refugien, die am Ortsrand parken, den Rucksack anlegen sich ein paar Schweißperlen zulegen und dann keuchend ins Refugio kommen. Dann aber grinsen, wenn man als Fußpilger auf Notmatratzen Platz bekommt oder auf blankem Boden schlafen muß, da man immer versucht, allen ein Dach über dem Kopf zu geben. Wie gesagt, auch dieses Problem muß schnellstens beseitigt werden.

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