| Home
|
Prof. Dr. theol. Theodor Herr † mit der
Bürgermeisterin von Pamplona bei der Einweihung der Casa
Paderborn
Auf Wiedersehen,
Prof. Dr. theol. Herr!
Der Freundeskreis der Jakobuspilger trauert um Prof. Dr. theol. Theodor Herr.
Der Gründer und Präsident des Freundeskreises der Jakobuspilger
Paderborn, Professor Dr. theol. Herr, hat am 14. Juni 2007 seine irdische
Pilgerfahrt nach 77 Jahren beendet und das himmlische Ziel erreicht. Trotz
seiner umfangreichen beruflichen und pastoralen Aufgaben war es ihm
ein besonderes Anliegen, die Pilgerschaft zum Grab des Apostels
Jakobus in Santiago de Compostela zu fördern. Mit seiner ganzen Kraft
setzte er sich in der ihm eigenen besonnenen Weise seit der
Gründung des Freundeskreises der Jakobuspilger Paderborn am
14. Mai 1998 für die Unterstützung der
Jakobuspilger ein. Den Pilgern aus dem hiesigen Raum sollte
Gelegenheit gegeben werden in lockerem und familiärem
Rahmen Gedanken und Erfahrungen auszutauschen, aber auch Hilfe
für die sich auf den Camino in Spanien vorbereitenden Pilger zu geben.
Auf Bitten von Prof. Herr wurde unser Freundeskreis im April 2002 durch den
Erzbischof Johannes Joachim Kardinal Degenhardt †
bestätigt und im gleichen Jahr an die auf das Mittelalter
zurückgehende „Universale
Erzbruderschaft des Apostels Santiago” in Santiago de
Compostela angeschlossen.
Die starke Zunahme des allgemeinen Interesses am Jakobsweg und der damit
verbundene Ansturm auf das Pilgerbüro veranlaßten Prof.
Herr, den Freundeskreis in einen gemeinnützigen Verein
umzuwandeln.
Am 19. November 2004 wurde der „Freundeskreis der
Jakobuspilger Hermandad Santiago e.V.” gegründet.
Gleichzeitig erschien erstmals die von Prof. Herr herausgegebene
Broschüre „Der Jakobusfreund”, der zur hochbegehrten
Lektüre der Jakobuspilger wurde. Mittlerweile hat der Verein mehr als
1.300 Mitglieder aus ganz Deutschland, Österreich und der
Schweiz.
Darüber hinaus ist Herrn Prof. Dr. theol. Herr die Eröffnung der Casa
Paderborn, einer Pilgerherberge am Anfang des Camino Francés in
Pamplona, der Partnerstadt von Paderborn, zu verdanken. Dieses Haus
gehört der Stadt Pamplona und wird jedes Jahr von März bis Oktober von
Mitgliedern unseres Freundeskreises geführt. Pilger aller
Nationen und aller Religionen werden in der Casa Paderborn freundlich
empfangen und aufgenommen.
Ein Eintrag ins Gästebuch vom 1. Juni 2006: „Diese
Herberge war bis jetzt die beste von allen. Es war wie ein Zuhause weit weg von
zu Hause. Gott segne euch!” Ulli.
Ein unerreichtes Ziel von Prof. Dr. theol. Herr blieb, den von Paderborn durch das
Sauerland führenden alten Pilgerweg mit der
Jakobusmuschel zu kennzeichnen und dadurch wieder zu
beleben.
Prof. Herr hatte den Wunsch, Ende Juni die Casa Paderborn in Pamplona zu
besuchen, um sich mit Vertretern der Stadt zu treffen und um einige
Küchenmöbel für die Herberge zu kaufen. Dieser Wunsch wurde
ihm leider nicht mehr erfüllt. Auf einer Fahrt nach
Süddeutschland verstarb er plötzlich und für uns alle
unfassbar bei einem Verkehrsunfall.
|